Trotz Wind und Regen: Grüne GM-Hütte pflanzen Apfelbäume alter Sortenauf dem Spielplatz Eichhofstraße

Petrus zeigte sich am Samstag nicht von seiner besten Seite – Wind,
Regen und Kälte begleiteten die Baumpflanzchallenge der Grünen GM-Hütte. Doch das
konnte die Grünen und ihre tatkräftigen Unterstützerinnen und Unterstützer nicht bremsen.
Mit wetterfester Kleidung, Spaten und guter Laune wurden am Spielplatz Eichhofstraße in
Kloster Oesede zwei Apfelbäume alter Sorten gepflanzt.
Die Baumpflanzchallenge ist eine Art grünes Schneeballsystem: Eine Gruppe pflanzt Bäume
und nominiert anschließend die nächste, um ebenfalls aktiv zu werden. Der Ursprung dieser
Idee liegt vermutlich bei Feuerwehren in Österreich und Süddeutschland – und seitdem
verbreitet sich die Aktion immer weiter.
Die Grünen GM-Hütte haben die Challenge von den Grünen Bad Iburg übernommen und
geben den Staffelstab nun an die anderen Parteien in Georgsmarienhütte weiter. So soll die
Pflanzaktion ein gemeinsames Zeichen für Klimaschutz, Artenvielfalt und Zusammenhalt
setzen – über Parteigrenzen hinweg.
Gepflanzt wurden die traditionsreichen Apfelsorten „Rote Sternrenette“ und „Jakob
Fischer“ – Sorten, die schon vor Jahrzehnten für Streuobstwiesen aufgesetzt wurden. Alte
Sorten gelten als robuster gegen Krankheiten, geschmacksintensiver und verträglicher
für Allergiker. Die Bäume werden nicht gespritzt und tragen damit Bioqualität – im
Gegensatz zu vielen kommerziellen Plantagen, in denen Apfelbäume zwischen Blüte und
Ernte bis zu 21-mal mit Pflanzenschutzmitteln behandelt werden.
Trotz des ungemütlichen Wetters herrschte am Samstag gute Stimmung. Besonders die
Kinder und Jugendlichen der Gruppe „Nature Kids & Teens“ waren mit Begeisterung
dabei, schaufelten Erde, hielten Wurzeln fest und überlegten schon, was sie mit den künftigen
Äpfeln anfangen könnten:
„Kuchen backen oder Saft pressen?“, lautete die Frage. „Verkaufen und spenden oder selbst
genießen?“ – Die Mehrheit entschied sich fürs Spenden.
Zur Belohnung gab es zum Abschluss Apfelkuchen, Apfelsaft, Kaffee und Süßigkeiten –
und das gute Gefühl, etwas Nachhaltiges geschaffen zu haben.
Und die beiden frisch gepflanzten Bäumchen haben gleich ihre erste Bewährungsprobe
bestanden: Sturmtief Joshua, das in der Nacht von Samstag auf Sonntag mit heftigen Böen
über Georgsmarienhütte hinwegzog, konnten sie tapfer standhalten.
Mit der Pflanzaktion setzen die Grünen ein Zeichen für mehr natürliche Schattenspender,
ökologische Vielfalt und gemeinsames Engagement. Der Spielplatz Eichhofstraße, bislang
ohne Baum und Schatten in der prallen Sonne, soll dank der neuen Apfelbäume künftig
Kühlung und Begegnung bieten – für Kinder, Eltern und auch ältere Menschen aus den
nahegelegenen Altenheimen.
„Wir wünschen uns mehr solcher Orte, an denen Kinder spielen, Menschen sich begegnen
und Natur wieder selbstverständlich dazugehört“, so die Grünen GM-Hütte.
Mit dieser Pflanzung wächst nicht nur ein Stück Natur – sondern auch ein Stück
Gemeinschaft.