Erhaltensarbeiten für das Waldbad

Nachdem wiederholt bei der Stadt Erhaltensarbeiten für das Waldbad angefragt worden waren, machten sich jetzt Vertreter der Grünen mit den DLRG-Vorsitzenden Lars Schneider und Philipp Schwab ein Bild vor Ort über den konkreten Bedarf.
Insbesondere Entschlammung des Beckens und Instandsetzung des Sprungturmes müssten angepackt werden, berichtete Schneider. Noch dringlicher sei die Sanierung des undichten Daches, da sich schon Schimmel bilde. Die Stadtverwaltung habe das für diesen Herbst zugesagt.
Beim Sprungturm müssten poröse Stellen im Beton beseitigt und etwas Moniereisen angebracht werden. Von 5 m dürfe nicht mehr gesprungen werden, weil aufgrund der inzwischen bis zu 1,5 m dicken Schlammschicht die Wassertiefe zu gering geworden sei.
Schlammbeseitigung ist laut Schneider seit Jahrzehnten nicht mehr erfolgt. Die Schicht werde jedoch aufgrund des herabfallenden Laubes jährlich dicker. Die Empfehlung der Grünen, die Schlammbeseitigung könne per Absaugen schonungsvoller und preiswerter erfolgen, stieß auf seine Zustimmung. Der Schlamm könne vor Ort getrocknet und für die Ausweitung der Liegewiese genutzt werden.
Auch angesichts von monatlich ca. 1.200 € Energiekosten will die DLRG den Strom- und Wärmebedarf selber aus Photovoltaik und Wärmepumpe so weit wie möglich decken. Geplant ist zudem ein Holzbau als Lager. Etwa 150 Mitglieder und Freunde sorgen für Rettung, Café und Sauberkeit.
„Uns ist klar, dass es um die Stadtfinanzen derzeit nicht gut bestellt ist, aber hier gilt es, dass ehrenamtliche Engagement für Kinder und Eltern zeitnahe zu unterstützen“, betonte Ratsmitglied Karin Kemper. Immerhin werde das Bad von durchschnittlich 10.000 Gästen jährlich genutzt.