Bei einem Ortstermin im „Dreiländereck“ zwischen Kloster Oesede, Hankenberge und Bad Iburg informierten sich Mitglieder der Grünen über die Folgen der Baumfällarbeiten im vergangenen März. Dabei zeigte sich: Die damals entstandenen Fahrspuren im Waldboden sind inzwischen beseitigt, erste neue Pflanzen wachsen bereits nach.
Förster Friedrich Gleissner hatte den Grünen auf Nachfrage mitgeteilt, die Fällaktion sei aus Bodenschutzgründen nicht außerhalb der Brut- und Setzzeit durchgeführt worden, da erwartet werden konnte, dass die Fichtenstämme bei trockenem Bodenzustand ohne Spurbildung aus dem Wald transportiert werden könnten. Da länger andauernde Frostperioden in unseren Breiten nicht mehr zuverlässig aufträten, sei die bodenschonende Befahrung der feuchteren Standorte nur noch in Jahreszeiten mit entsprechender Sonneneinstrahlung und Bodenwasserentzug durch die Vegetation zu erwarten. Es seien beim Kennzeichnen der zu fällenden Bäume keine Merkmale festgestellt worden, die auf Nester oder Nisthöhlen hinweisen. Im Wald seien die Rückelinien (mit weißem, waagerechten Doppelstrich gekennzeichnet) mit Astmaterial bedeckt worden, um Spurbildungen beim Befahren weitestgehend zu verhindern.
Trotz der positiven Entwicklung sehen die Grünen weiteren Handlungsbedarf. „Der fehlende Steg über den Schlochterbach bleibt ein echtes Problem“, erklärt Ratsmitglied Karin Kemper. Ein provisorisch ausgelegter Ast stelle keine sichere oder dauerhafte Lösung dar, zeige jedoch deutlich, wie intensiv dieser Weg von den Menschen genutzt werde und wie sehr ein geeigneter Steg an dieser Stelle fehle. Gerade ältere Menschen, Familien oder Menschen mit Einschränkungen könnten den Weg kaum noch nutzen. Kemper kündigte an, sich für den Wiederaufbau einer kleinen Brücke einzusetzen. Auch Silvia Kuhn kritisierte die derzeitige Situation deutlich: „Es darf nicht sein, dass Naherholung und Barrierefreiheit aus dem Blick geraten.“
Nach Auffassung der Grünen sollten außerdem Sitzgelegenheiten und ein Tisch an dem beliebten Wanderweg wieder aufgestellt werden. In vielen Nachbarkommunen würden solche Rastplätze trotz möglicher Haftungsfragen erhalten bleiben. Hinweise wie „Benutzung auf eigene Gefahr“ seien dort gängige Praxis.
Die Grünen betonen, dass Natur- und Bodenschutz ebenso wichtig seien wie ein zugänglicher und attraktiver Naherholungsraum für die Bevölkerung. „Wälder sind nicht nur Wirtschaftsräume, sondern auch Orte der Begegnung, Bewegung und Erholung“, so Kemper. Ziel müsse es sein, ökologische Verantwortung und Lebensqualität gemeinsam zu denken.